Friedrich von Coes ermittelt

Friedrich von Coes entstammt einer alten Münsteraner Familie. Er lebt zusammen mit seiner sechzehnjährigen Tochter Anne im Kreuzviertel.

Die dunklen Momente der letzten Jahre verfolgen ihn noch immer. Erst starb seine Frau an Krebs, dann erschoss er im Dienst einen Mann.

Gemeinsam mit seinem Partner Dirk Grimm ermittelt er in der Mordkommission Münster. Im ersten Band der Reihe (Kreuzbube) stößt die junge Kommissarin Hannah Wolkenstein zu dem eingeschworenen Team. Nach ersten Kontroversen erweist sie sich als hervorragende Ermittlerin.

Auch sein Vater, der ehemalige Strafverteidiger Carl August von Coes nimmt regen Anteil an den Ermittlungen – bisweilen zum Leidwesen seines Sohns.

Arno Kerr zeichnet einen genau beobachtenden, im alltäglichen verhafteten Ermittler, der, oft an sich selbst zweifelnd, getragen von seinem Team und seiner Familie nicht nur die Täter ermittelt, sondern auch versucht, die Welt ein wenig besser zu machen.

Zum Autor Arno Kerr

Arno Kerr ist das Pseudonym von Thomas Michael Glaw. Geboren 1957, studierte er in München Germanistik und katholische Theologie.

Seit 1989 leitet er ein Institut für Sprach- und Kommunikationstraining in München. Sein schriftstellerisches Werk umfasst neben Kriminalromanen Kurzgeschichten, Reiseerzählungen und Gedichte. Als Fotograf bestimmen städtisches Leben und Architektur seine Arbeiten. Fotografie und Lyrik verband er erstmals in dem Band „Strandgut.“

Leserstimmen zu »Kreuzbube« :

Arno Kerr legt bei seinem Debüt einen eher ruhigen Kriminalroman vor, der auf Action und blutige Einlagen verzichtet und seine Spannung in erster Linie aus seiner gut aufgebauten Geschichte und den vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen bezieht. Neben den Ermittlungen gibt es auch immer wieder fein dosierte Abstecher in das Privatleben des Hauptermittlers, der als alleinerziehender Vater einer Tochter immer ein wenig zwischen den Stühlen sitzt. Mit seinem flotten Schreibstil sorgt der Autor so für gelungene Krimiunterhaltung, die für die weiteren Bände aber auch noch ein wenig Luft nach oben lässt.

Auf den zweiten Auftritt dieses Ermittlerteams, der am Ende des Buches bereits angekündigt wird, bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt.

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Die Charaktere sind mehrdimensional angelegt und entwickeln sich im Verlauf weiter; dabei sind sie immer authentisch.

Besonders sympathisch ist mir dabei natürlich der Protagonist von Coes, der nicht nur als guter Ermittler, sondern auch liebevoller Vater – und auch Sohn, denn seine Eltern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle – und guter Kollege dargestellt wird.

Arno Kerr gelingt es, auf viel Blut und Brutalität zu verzichten, und stellt mehr die leisen Töne in den Vordergrund. Für mich ist „Kreuzbube“ ein vielversprechender Auftakt einer Münster-Serie und ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Ich mag Friedrich von Coes sehr. Sowohl als Mann, als Kollegen bzw. Chef bei der Kripo, als Sohn seiner Eltern Carl August und Elisabeth und auch als liebevoller Papa, der er für seine fünfzehnjährige Tochter Annemarie ist.

Er ist so herzerfrischend natürlich, ohne zu viele negative Macken – einfach menschlich. Die Geschichte liest sich flüssig und leicht und baut von Anfang an Spannung auf, die sich bis zum Schluss immer weiter steigert.

Arno Kerr zeigt mit seiner Geschichte, dass es auch ohne Gemetzel und viel Blutvergießen geht. Was meinem Lesegeschmack sehr zu gute kommt. Ein spannender Kriminalroman mit interessanten Personen und Fällen, die nicht einfach zu lösen sind.

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